Zuletzt aktualisiert: 26 Feb, 2026

Titel – Sollten Sie Ihre RAW-Dateien in DNG konvertieren? RAW vs. DNG: Was Sie wissen müssen

Als Fotograf stehen Sie häufig vor der Entscheidung, ob Sie Ihre RAW‑Dateien im Originalformat (wie CR2, ARW) behalten oder sie in ein universelleres Format wie DNG (Digitales Negativ) konvertieren. Die Entscheidung kann überwältigend sein, besonders wenn Sie gerade erst anfangen und sich nicht ganz sicher über die Vor‑ und Nachteile sind. In diesem Artikel untersuchen wir die wichtigsten Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie entscheiden, ob Sie die nativen RAW‑Dateien Ihrer Kamera behalten oder sie in DNG konvertieren.

Der Grund, RAW‑Dateien zu behalten

Viele Fotografen, insbesondere solche, die die originalen, unveränderten Daten ihrer Kamera priorisieren, bevorzugen es, ihre RAW‑Dateien im nativen Format zu behalten. RAW‑Dateien, wie CR2 (Canon) und ARW (Sony), bieten die höchste Qualität und maximale Flexibilität für die Nachbearbeitung. Diese Formate enthalten alle unbearbeiteten Bilddaten, was präzise Anpassungen von Belichtung, Weißabgleich und anderen Schlüsselelementen des Bildes ermöglicht.

Mehrere Fotografen empfehlen, Ihre RAW‑Dateien unverändert zu behalten, einschließlich solcher, die mit alten Kameramodellen gearbeitet haben. Zum Beispiel sind CR2‑Dateien von vor 15 Jahren stammenden Canon‑DSLRs heute noch genauso nutzbar, da viele Programme eine Rückwärtskompatibilität für alte Kameramodelle bieten.

Außerdem verwerfen Sie beim Konvertieren von RAW zu DNG häufig Metadaten, proprietäre Kameraeinstellungen und sogar das spezifische Farbprofil der Kameramarke, was zu subtilen, aber bemerkbaren Unterschieden in der Bildqualität führen kann. Einige Nutzer berichten sogar, dass die Konvertierung zu DNG die Farben beeinflussen kann, die in den ursprünglichen RAW‑Dateien lebendiger waren.

Was ist mit DNG?

Auf der anderen Seite hat DNG seine Vorteile. Es ist ein offenes, nicht‑proprietäres Format, das laut einigen Argumenten sicherer für die Langzeitspeicherung ist. Da DNG von einer Vielzahl von Bildbearbeitungsprogrammen breiter unterstützt wird, kann es im Vergleich zu proprietären RAW‑Formaten wie CR2 und ARW eine höhere Kompatibilität bieten. DNG wird von einigen Archivierungsorganisationen, wie der US Library of Congress, als stabiles Format zur langfristigen Bildarchivierung empfohlen.

Wenn Sie Software wie Adobe Lightroom oder Camera Raw verwenden, kann DNG besonders nützlich sein, um Dateigrößen zu reduzieren und eine höhere Stabilität für zukünftigen Zugriff zu gewährleisten. Es ermöglicht zudem verlustfreie Kompression und kann die ursprüngliche RAW‑Datei einbetten, was zusätzliche Sicherheit bietet.

Allerdings gibt es einige Vorbehalte. Zum Beispiel entfernt das Konvertieren einer RAW‑Datei zu DNG die eingebettete JPEG‑Vorschau in niedriger Auflösung, die oft heller und gesättigter erscheint. Wenn Sie sich an die farbenfrohen Vorschaubilder Ihrer Kameraraw‑Dateien gewöhnt haben, könnten DNG‑Vorschauen dunkler und weniger lebendig wirken.

Was sollten Sie tun?

Letztendlich hängt die Entscheidung von Ihren konkreten Bedürfnissen und Vorlieben ab. Wenn Archivstabilität und universelle Kompatibilität Ihre obersten Prioritäten sind, könnte die Konvertierung zu DNG der richtige Schritt sein. Andererseits, wenn Sie jede noch so kleine Qualität und Flexibilität der Originaldatei für die Nachbearbeitung erhalten möchten, ist das Behalten der RAW‑Dateien im nativen Format die sicherere Wahl.

Für viele Fotografen funktioniert ein hybrider Ansatz am besten – die Original‑RAW‑Dateien behalten und optional zu DNG für die Archivierung oder für die Nutzung mit Software konvertieren, die bestimmte Kamerformate nicht unterstützt. Wenn Sie Linux oder macOS verwenden, werden Sie möglicherweise feststellen, dass es keinen wesentlichen Nachteil gibt, Ihre Dateien im nativen Format zu belassen, insbesondere wenn Sie sie bereits problemlos öffnen können.

Fazit

Letztendlich gibt es keine Einheitslösung. Ob Sie bei Ihren ursprünglichen RAW‑Dateien bleiben oder zu DNG konvertieren, hängt von Ihrem Arbeitsablauf, Ihren Software‑Präferenzen und Ihren Langzeitspeicherzielen ab. Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Dateien sichern und die höchstmögliche Datenqualität für Ihre zukünftigen Bearbeitungsbedürfnisse erhalten.

FAQs

1. Sollte ich meine RAW‑Dateien im Originalformat behalten oder zu DNG konvertieren?
Das hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Wenn Sie die maximale Qualität und Flexibilität für die Nachbearbeitung erhalten möchten, sollten Sie Ihre RAW‑Dateien im Originalformat behalten (z. B. CR2, ARW). Wenn Kompatibilität, Dateigröße und Langzeitspeicher‑Stabilität Ihre Prioritäten sind, kann die Konvertierung zu DNG eine gute Option sein.

2. Was ist der Unterschied zwischen RAW‑ und DNG‑Formaten?
RAW‑Dateien (wie CR2 und ARW) sind proprietäre Formate, die vom Kamerahersteller spezifisch bereitgestellt werden und vollständige, unbearbeitete Daten für die höchstmögliche Qualitätsbearbeitung bieten. DNG hingegen ist ein offenes, nicht‑proprietäres Format, das eine höhere Kompatibilität über verschiedene Software hinweg bietet und aufgrund seiner Offenheit für die Langzeitspeicherung empfohlen wird.

3. Warum sieht die Vorschau anders aus, wenn ich zu DNG konvertiere?
Wenn Sie RAW‑Dateien zu DNG konvertieren, wird die im Original‑RAW eingebettete JPEG‑Vorschau in niedriger Auflösung häufig verworfen. Das kann zu einer dunkleren und weniger gesättigten Vorschau in DNG führen, da die Software das Bild nun aus den Rohdaten ohne angewendete Kameraeinstellungen oder Farbprofile rendern muss.

4. Ist DNG besser für die Langzeitspeicherung?
Viele halten DNG aufgrund seines offenen Formats und der breiteren Unterstützung durch verschiedene Software für eine sicherere Option zur Langzeitspeicherung. Einige Archivierungsorganisationen, wie die US Library of Congress, empfehlen DNG zur Bildarchivierung, da es ein universelleres Format im Vergleich zu proprietären RAW‑Formaten ist.

5. Kann die Konvertierung zu DNG die Qualität meiner Bilder beeinflussen?
Obwohl die Konvertierung zu DNG die Qualität der Rohdaten selbst nicht beeinträchtigen sollte, kann sie die Bilddarstellung verändern, insbesondere hinsichtlich Farbprofilen und Vorschaueinstellungen. Zusätzlich entfernt die DNG‑Konvertierung einige Metadaten und kann die eingebettete JPEG‑Vorschau verändern, wodurch das Bild anders aussehen kann.

6. Verliere ich kamera­spezifische Einstellungen bei der Konvertierung zu DNG?
Ja, die Konvertierung zu DNG kann einige kamera­spezifische Einstellungen entfernen, wie proprietäre Farbprofile und eingebettete Einstellungen. Diese Details können das Aussehen des Bildes im Bearbeitungsprozess beeinflussen, sodass es besser sein kann, die originalen RAW‑Dateien zu behalten, wenn Sie diese behalten möchten.

7. Sollte ich sowohl RAW‑ als auch DNG‑Dateien behalten?
Wenn Sie unsicher sind, könnte ein hybrider Ansatz am besten funktionieren. Sie können die originalen RAW‑Dateien für maximale Flexibilität behalten und DNG für Archivierungszwecke oder bei Bedarf an Kompatibilität mit Software, die das RAW‑Format Ihrer Kamera nicht unterstützt, verwenden.

8. Verliere ich Flexibilität, wenn ich meine RAW‑Dateien zu DNG konvertiere?
Die Konvertierung zu DNG schränkt Ihre Bearbeitungsmöglichkeiten nicht ein, jedoch verlieren Sie die Möglichkeit, das Bild aus den ursprünglichen RAW‑Daten in unveränderter Form erneut zu verarbeiten. DNG‑Dateien werden mit der aktuellen Technologie verarbeitet, sodass Sie sie nicht wie die originalen RAW‑Dateien „neu demosaizieren“ können.